„LKH Wolfsberg Baustufe 2“ – Bericht zur Großvorhabensprüfung

Die KABEG legte dem LRH am 4. August 2015 die Projektunterlagen für das Großvorhaben „LKH Wolfsberg, Baustufe 2“ zur Überprüfung vor.

Das Projekt betraf einen Umbau des Bauteils A, in dessen 3. und 4. Obergeschoß (OG) ein OP-Trakt, eine Intensivstation und eine Endoskopie hergestellt werden sollte. Weiters plante die KABEG eine thermische Sanierung des gesamten Bauteils A. Die Baumaßnahmen bezweckten neben einer Umstrukturierung vor allem eine Erneuerung von technisch überalterten, zentralen Funktionseinheiten.

Die vorgesehenen Maßnahmen waren die zweite Baustufe eines fünfstufigen, das gesamte LKH Wolfsberg umfassenden Ausbaukonzeptes. Die Baustufe 1 hatte die KABEG ohne Projektvorlage an den LRH errichtet. Der LRH bemängelte weiters, dass keine Gesamtplanung vorlag, die das Endausbauziel für das LKH Wolfsberg konkret festlegte.

Das Projekt folgte den vom Kärntner Gesundheitsfonds im Juni 2015 beschlossenen Regionalen Strukturplan (RSG 2020), lt. dem die Anzahl der Intensivbetten von derzeit elf auf künftig acht abzumindern war.

Die vorgelegten Soll-Kosten betrugen 16,263 Mio. EUR. Der LRH stellte bei der Überprüfung Mängel fest, deren Korrekturen eine Kostenminderung um 219.000,  EUR ergeben. Die überprüften Soll-Kosten betrugen somit rd. 16,045 Mio. EUR. Die Abweichung der korrigierten Soll-Kosten von den vorgelegten Soll-Kosten betrug 1,3 %. Die Überprüfung der Soll-Kosten ergab somit, dass die Planer trotz der festgestellten Mängel die Kosten mit ausreichender Genauigkeit erfasst hatten.

Die Netto-Folge-Kosten betrugen lt. Vorlage rd. 277.000 EUR pro Jahr. Wegen eines Rechenfehlers war die Summe auf rd. 324.000,  EUR zu korrigieren.

 
Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden: LKH Wolfsberg - Baustufe 2

 

 

 

 

 

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