Bericht über die Überprüfung der Fachhochschulstandorte in Kärnten

Der LRH überprüfte im Jahr 2014 die FH Kärnten, insbesondere die Initiativen für eine Standortoptimierung.
Der Betrieb der FH Kärnten verteilt sich auf fünf Standorte (Spittal: Bauwesen; Villach: Technik und Wirtschaft; Feldkirchen: Gesundheit und Soziales; Klagenfurt-Primoschgasse: Technik, Gesundheit und Soziales; Klagenfurt-Klinikum: Med.-Technische Dienste und Hebammenausbildung).

Die Studentenzahlen stagnierten in den letzten Jahren und betrugen im Studienjahr 2013/14 insg. 2.046 Personen (ohne MTD-H: insg. 1.779 Studenten). (Seite 18 d.B.)

An der FH Kärnten gab es 2013/14 insg. 32 Studiengänge mit einer teilweise nur geringen Anzahl an Studienplätzen. Beispielsweise waren im WS 2013/14 insgesamt 17 neu beginnende Studiengänge mit weniger als 20 Studenten belegt. (Seite 23 d.B.)

Wie eine IHS Studie belegt, wies die FH Kärnten im Österreich-Vergleich die geringste durchschnittliche Studienganggröße auf. (Seite 20 d.B.)

Eine Drop Out Rate von 23% bei Studienanfängern (10 % der gesamten Studentenzahl) hielt der LRH im Hinblick auf die klein strukturierten Studiengänge, die oft nur mit der Mindestteilnehmerzahl ausgestattet sind, für problematisch. Bei Studiengängen mit weniger als 20 Studenten wäre darauf zu achten, dass diese auch unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Drop Out Rate noch die Mindestteilnehmeranzahl erreichen. (Seite 23 d.B.)

Die Auslastung der räumlichen Infrastruktur an den Standortgemeinden (mit Ausnahme von Feldkirchen und dem Klinikum Klagenfurt) war ungenügend. Es bestanden gravierende räumliche Überkapazitäten, insbesondere in Klagenfurt-Primoschgasse und in Spittal/Drau. Die geringe räumliche Auslastung sprach für eine Standortzusammenlegung. (Seite 14 d.B.)

Die Ausgaben pro FH-Studenten in Kärnten waren hoch und betrugen im Bereich Technik € 16.400,- und in nicht-technischen Studienbereichen € 10.900,-. In einem Österreich–Vergleich des Rechnungshofes aus dem Jahr 2006/07 betrugen die Normkosten pro Studienplatz für Kärnten das Doppelte von dem anderer Fachhochschulen. (Seite 26 d. B)

Die Personalaufwendungen machten 2/3 des Gesamtbudgets aus Das größte Einsparungspotential lag nach Ansicht des LRH im Bereich der Konzeption der Studiengänge und hier insbesondere im Bereich der Lehre. Der LRH empfahl die Studiengänge in einer Größenordnung zu organisieren, die einen Benchmark mit anderen vergleichbaren Fachhochschulen standhält. (Seite 24.d.B.)

Der LRH kritisierte die in der Vergangenheit festzustellende Großzügigkeit in der Budgetierung des Landes, die zu beträchtlichen jährlichen Kreditübertragungen führte. (Seite 28 d.B.)

Der LRH hielt die in der Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung ab WS 2014/15 vorgesehene Studienplatzfinanzierung für zweckmäßig. (Seite 29 d.B.)

Schließlich sollte nach Ansicht des LRH die Zusammenarbeit der drei Kärntner tertiären Bildungsinstitutionen in der Kärntner Hochschulkonferenz, zum Zwecke der Beseitigung von Redundanzen im Bildungsangebot, forciert werden. (Seite 34 d.B.)

 
Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden: Bericht über die Fachhochschulstandorte in Kärnten

 

 

 

 

 

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