Bericht über die Überprüfung der Kärnten Therme GmbH

An der Kärnten Therme GmbH (KTG) waren die Land Kärnten Beteiligungen GmbH (LKBG) mit rund (rd.) 34,0%, die Stadt Villach mit rd. 53,7% und die private Betreiberin mit rd. 12,3% beteiligt. Die KTG beschloss, im Jahr 2006 auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsberechnung die in ihrem Eigentum stehende Therme durch einen Neubau am alten Standort zu ersetzen und dafür einen Architektenwettbewerb auszuloben. Die Vorgaben für den Architektenwettbewerb waren unrealistisch. Die ästhetischen, qualitativen und quantitativen Anforderungen der KTG waren mit den vorgegebenen Baukosten von maximal (max.) 19 Millionen (Mio.) Euro (EUR) nicht umsetzbar.

Die Preisträger des Wettbewerbs erhielten den Planungsauftrag. Die KTG löste jedoch den Vertrag mit den Architekten auf Grund von Vertragsverstößen im März 2009. Nach Umplanung der Erlebnistherme durch eine Projekt-Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Erfahrung im Thermenbau beschloss die KTG im Oktober 2009 das Projekt mit Baukosten von 30,375 Mio. EUR umzusetzen. Die Erlebnistherme wurde im Juli 2012 fertiggestellt und eröffnet. Die Baukosten betrugen schlussendlich rd. 33,10 Mio. EUR und überschritten die ursprünglich geplanten Kosten von 19 Mio. EUR um rd. 74,2%.

Im Jahr 2012 gestaltete die KTG auch den Vorplatz der Erlebnistherme und den bestehenden Parkplatz um und errichtete ein Parkhaus. Die Kosten dieser Zusatzprojekte betrugen rd. 5,31 Mio. EUR.

Die Gesamtinvestitionskosten für die Erlebnistherme inklusive (inkl.) der Zusatzprojekte sowie der Planungskosten, Grundstückskosten, Preopeningaktivitäten und sonstiger Kosten betrugen rd. 48,78 Mio. EUR und überstiegen die 2006 veranschlagten Gesamtkosten von rd. 35,20 Mio. EUR um rd. 38,6%. Wesentlichen Anteil an dieser Kostenüberschreitung hatte die anfängliche Fehleinschätzung der Baukosten.

Die Projektfinanzierung erfolgte im Wege von Gesellschafterzuschüssen zu rd. 82,9% durch die öffentliche Hand (Stadt Villach und Land Kärnten).

Mit Inbetriebnahme der neuen Erlebnistherme verlängerte die KTG den bestehenden Pachtvertrag mit der bisherigen Pächterin, die auch gleichzeitig Gesellschafterin der KTG war. Die KTG stundete der Pächterin rd. 60% der Pachtzahlungen der Jahre 2012 bis 2014 auf die Dauer von 17 Jahren. Die Forderungen der KTG gegenüber der Pächterin betrugen rd. ein Drittel der Bankverbindlichkeiten der KTG.

 
Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden: Kärnten Therme GmbH

 

 

 

 

 

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