Internes Kontrollsystem des Landes

Da das Land Kärnten vorwiegend vom Bund finanziert wird, muss es nachweisen, dass es bei Finanzgeschäften Risiken auf ein Minimum reduziert. Der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) hat nun überprüft, wie das Land diesen und weitere Grundsätze durch das Interne Kontrollsystem umsetzt.

Risikoanalysen verbessern

Der LRH stellte im Internen Kontrollsystem keine schweren Mängel fest, spricht aber 59 Empfehlungen vor allem zu Detailaspekten aus. Der LRH empfiehlt dem Land für wichtige und risikoreiche Prozesse im Finanzierungsbereich und Zinsenmanagement Risikoanalysen nach anerkannten Standards zu machen. Dabei sollten auch Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß dargestellt werden. Das Land hat für diese Geschäftsabläufe Prozessbeschreibungen erstellt, gab jedoch zu den Risiken Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß nicht an.

Zahlungsverkehr

Der LRH kritisiert eine manuelle Schnittstelle zwischen dem Buchhaltungssystem des Landes und dem Bankensystem. Mitarbeiter der Buchhaltung speicherten Zahlungsdaten als Textdateien auf einem zentralen Laufwerk, die in das Bankensystem importiert wurden. Zum Laufwerk mit den veränderbaren Textdateien hatten alle Mitarbeiter der Finanzbuchhaltung Zugriff. Mitarbeiter konnten jedoch nicht nur mit diesen Textdateien aus dem Buchhaltungssystem Überweisungen im Bankensystem machen, sondern auch manuell Überweisungen direkt im Bankensystem eingeben. Der LRH empfiehlt automatisierte Schnittstellen für elektronischen Datentransfer zu schaffen und Zugriffsrechte auf ein notwendiges Maß zu beschränken.

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