Erhaltung der Landesstraßen

Der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) hat die Erhaltung der Landesstraßen überprüft. Das Straßennetz des Landes besteht aus Landesstraßen B für den überregionalen Verkehr und Landesstraßen L für den Verkehr innerhalb Kärntens.

Zustandsbewertung

Den Zustand der Landesstraßen bewerteten Bedienstete des Landes kaum durch Messungen, sondern vorwiegend anhand visueller Wahrnehmungen. Analog zur Vorgehensweise des Landes bewertete der LRH selbst 65 zufällig ausgewählte Straßenabschnitte im Jahr 2016. Bei einem Drittel der Straßenabschnitte kam der LRH zu einem anderen Ergebnis als das Land bei seiner letzten Bewertung im Jahr 2014. Der LRH empfiehlt dem Land ein Messfahrzeug zu verwenden, um die Zustandsbewertungen objektiv durchzuführen.

Dringlichkeitsreihung

Bei Landesstraßen B berechnet das Land die Dringlichkeit anders als bei den Landesstraßen L. Der LRH kritisiert, dass die Berechnungsmethode für Landesstraßen L eine höhere Dringlichkeit ergibt, obwohl die Landesstraßen B wesentlich mehr Verkehr und eine höhere Bedeutung haben. Der LRH empfiehlt die Dringlichkeit für Sanierungen von Landesstraßen B und L einheitlich zu ermitteln.

Der LRH kritisiert auch, dass das Land die Dringlichkeitsreihung zu wenig berücksichtigt. Von 2003 bis 2018 gab das Land 72 Millionen Euro für Landesstraßen B der Dringlichkeit 1 bis 3 aus, wovon nur 14 Millionen für Straßen mit Dringlichkeit 1 verwendet wurden. Der LRH empfiehlt das System der Dringlichkeitsreihung so umzugestalten, dass alle notwendigen Aspekte berücksichtigt werden und das Land die Umsetzung der Baumaßnahmen danach ausrichten kann.

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