Radweg Lieserschlucht – Sanierung Ertlwand

veröffentlicht am 14. Juli 2022

Zusammenfassung

Durch die Lieserschlucht plant das Land einen Geh- und Radweg. Der Kärntner Landesrechnungshof hat den ersten Projektschritt, die Sanierung der Felswand Ertlwand, überprüft. Die Maßnahme soll noch im Jahr 2022 umgesetzt werden.

Großvorhaben überprüft

Der Landesrechnungshof hatte den Teilabtrag der Ertlwand als Großvorhaben vor der Durchführung zu überprüfen. Die weiteren Teilprojekte muss die Abteilung 9 dem Landesrechnungshof künftig noch zur Überprüfung vorlegen.

Gesamtprojekt: Geh- und Radweg durch die Lieserschlucht

Das Gesamtprojekt „Geh- und Radweg durch die Lieserschlucht“ umfasst das Teilprojekt „Sanierung Ertlwand“ und weiters den Bau des Geh- und Radwegs von Spittal an der Drau bis Seeboden sowie Maßnahmen an den Landesstraßen B98 und B99.

Für die künftigen Projektteile legte die Abteilung 9 eine Kostenschätzung von 12,1 Millionen Euro vor. Der Landesrechnungshof bemängelt, dass die Kostenbasis schon zwei Jahre alt ist. Seither stiegen die Baukosten um rund 33 Prozent. Laut einer Valorisierungsrechnung des Landesrechnungshofs sind die geschätzten Kosten um 3,8 Millionen Euro höher und betragen 15,9 Millionen Euro. Ein im Jahr 2017 vereinbarter Finanzierungsbeitrag der Gemeinden Spittal und Seeboden in Höhe von 1,2 Millionen Euro sieht keine Wertsicherung vor. Der Finanzierungsanteil der Gemeinden erhöht sich daher trotz der Verteuerung nicht.

Teilprojekt: Sanierung der Ertlwand

Die Landesstraße B99 Katschberg Straße weist im Bereich der Ertlwand eine enge Kurve auf. Dieser Straßenabschnitt ist aufgrund von Steinschlaggefahr, eingeschränkter Sichtweite und einer Engstelle problematisch. Für die Trasse des geplanten Geh- und Radwegs ist eine Verbreiterung des Straßenquerschnitts notwendig. Das Land plant einen Teilabtrag der Ertlwand, um die Sicherheitsprobleme nachhaltig zu beseitigen und die Radwegtrasse unterzubringen.

Durchführung des Teilabtrags

Der Felsabtrag ist unter Einsatz von Bohr- und Sprengarbeiten vorgesehen. Laut einer Prognoserechnung liegen die zu erwartenden Erschütterungen bei Gebäuden in der Umgebung maßgeblich unter den zulässigen Grenzwerten. Der sprengtechnische Sachverständige schlug zahlreiche Begleitmaßnahmen vor, um das Gefährdungspotential bei den Abtragsarbeiten weiter herabzusetzen. Er beschränkte unter anderem die Sprengstofflademenge je Zündstufe.

Informationen

Der Kärntner Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 7. Juli 2022 dem Kontrollausschuss und der Landesregierung als geprüfter Stelle. Somit ist der Bericht seit 14. Juli öffentlich. Dieses Projekt hatte der Landesrechnungshof als Großvorhaben gesetzlich zu prüfen.



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geografischer Bezug

Land Kärnten

geprüfte Stelle(n)

Land Kärnten

Prüfinitiative

Gesetzesauftrag

Berichtsart

Großvorhaben

Gemeinden

SpittalSeeboden

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