Nachfrageverfahren 2018

Im Nachfrageverfahren analysiert der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) jedes Jahr den Umsetzungsstand seiner Empfehlungen, die er zwei Jahre zuvor ausgesprochen hat. Im Jahr 2018 sprach der LRH 320 Empfehlungen aus. Nun hat er bei den geprüften Stellen nachgefragt, inwiefern sie seine Empfehlungen umgesetzt haben. 93 Prozent der Empfehlungen des LRH wollen die geprüften Stellen umsetzen, mehr als die Hälfte (54 Prozent) haben sie bereits umgesetzt.

Verbesserungen im Gesundheitsbereich

Zum Beispiel wurden auf Empfehlung des LRH die tagesklinischen Strukturen weiter forciert. Das Land und der Kärntner Gesundheitsfonds beschlossen die ambulanten Betreuungsplätze und tagesklinischen Betten von 147 auf 250 zu erhöhen. Durch tagesklinische Eingriffe haben Patientinnen und Patienten Vorteile wie kürzere Krankenhausaufenthalte und die Genesung im gewohnten Umfeld, gleichzeitig können Strukturkosten reduziert werden.

Einsparungen bei Großvorhaben

Finanzielle Einsparungen konnten beim Neubau der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikum Klagenfurt erzielt werden. Der LRH hat empfohlen, das Aushubmaterial für das Verfüllen der Baugrube auf dem Gelände des Klinikums zwischen zu deponieren. Das Land und die KABEG setzten die Empfehlung um und ersparten sich dadurch rund 300.000 Euro.

Offene Empfehlungen

24 Empfehlungen (7,5 Prozent) des LRH aus dem Jahr 2018 wollen die geprüften Stellen nicht umsetzen. Beispielsweise hat der LRH zur Flüchtlingshilfe empfohlen, bei regelmäßigen Quartiersbesuchen die dafür kostengünstigeren Dienstkraftwägen des Landes zu nutzen, anstatt Kilometergelder zu verrechnen. Obwohl im Jahr 2017 Kilometergelder von 109.000 Euro anfielen und Einsparungspotential vorhanden wäre, setzte das Land die Empfehlung nicht um.

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